Danke schön für Ihre Frage. – Ich glaube, wir sollten hier differenziert vorgehen. Unsere Antibiotikaminimierungsstrategie in Deutschland ist, wenn wir sie in der Gesamtschau sehen, sehr erfolgreich. Wir haben bei den Schweinen, bei den Rindern eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes.
Was mir sehr große Sorge macht, ist der nach wie vor hohe Einsatz von Reserveantibiotika – rund 40 Prozent – beim Geflügel. Das können wir so nicht akzeptieren. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium die Geflügelbranche mehrfach eingeladen, und wir werden hier zu strengeren Regelungen kommen. Wichtig ist – das müssen wir deutlich machen –: In Deutschland sind wir sehr streng. Es gibt Länder, die nutzen Antibiotika zum Wachstum oder zur Prophylaxe. Das ist bei uns glücklicherweise nicht erlaubt; erlaubt ist nur ein kurativer Einsatz.
Jetzt geht es darum, wie wir es schaffen, im Bereich der Geflügelhaltung von dem Einsatz von Reserveantibiotika wegzukommen; denn es ist immer eine Frage des Tierschutzes, dass wir ein Tier, wenn es krank ist, auch behandeln können. Hierzu sind wir in Gesprächen; sie sind noch nicht abgeschlossen.