Erst mal zum Thema Jäger. Ich weise sehr deutlich zurück, dass wir Jäger unter einen Generalverdacht stellen. Ich kann Ihnen sagen: Viele meiner Kolleginnen und Kollegen aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sind selbst Inhaber eines Jagdscheins.
– Bei der FDP ist das sicherlich auch so.
Es gibt hier übrigens noch weitere Herausforderungen; Sie wissen es. Es geht darum, ob der Jagdschein im Ausland oder im Inland erworben wurde, ob man deutscher Staatbürger ist, ob man die doppelte Staatsbürgerschaft oder eine ausländische Staatsbürgerschaft hat, ob etwas in Deutschland anerkannt wird. Ich muss sagen: Ich habe bei diesen Fragestellungen auch viel dazugelernt.
Eines will ich Ihnen mit Blick auf die Jägerschaft aber deutlich sagen: Wir sind mit ihr nicht nur sehr intensiv im Kontakt, sondern wir sind auf sie auch angewiesen – sei es im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest oder wenn es um die Ausbreitung des Wolfes geht etc.
Bezogen auf die Inhaber eines Jagdscheines will ich deutlich machen: Sie kennen die Debatten darüber, und Sie wissen: Wer eine Waffe nutzt, der muss sehr vertrauenswürdig sein. Bei der allergrößten Mehrheit gehe ich davon aus.
Ich will jetzt nicht vorwegnehmen, wie das Bundesinnenministerium mitentscheidet; Sie wissen, unser Ministerium ist hier nicht alleine beteiligt. Wir haben aber zum Beispiel auch eine Forderung des Jagdverbandes aufgenommen, bei der es um die Nachtsichtgeräte geht, und wir müssen hier natürlich auch immer die Ethik im Blick behalten.