Na ja, ich kenne jetzt keinen, der das Schalenwild zum Sündenbock für unsere Waldschäden macht.
Ich muss sagen: Das ist schon eine ambitionierte Herleitung.
Es geht nicht um „Wald vor Wild“ oder um „Wild vor Wald“, sondern um „Wald und Wild“ – beides zusammen, gleichberechtigt. Es geht auch nicht darum, ob man ein Jagdgesetz schnell geändert hat, sondern darum, ob man es sinnvoll geändert wird, und die Zeit, das zu prüfen, nehmen wir uns.
Die Wiederaufforstung beginnt jetzt im Frühjahr, und wir alle wissen: Wenn wir eine hohe Wildpopulation und ‑dichte haben, dann sind gerade die Jungpflanzen gefährdet. Wenn wir neu gepflanzt haben, dann wollen wir natürlich auch, dass die Bäume wachsen können. Darüber unterhalten wir uns, und dabei geht es nicht um Schnelligkeit.
Einmal werden wir kritisiert, wenn wir ein Gesetz gemacht haben, um die Jäger einzuschränken. Jetzt haben wir keines gemacht, und das wird auch kritisiert. Wir sind mit den Jägern im Gespräch darüber, wie wir Wald und Wild gerecht werden können.