Wir haben bei aller guten Ausgangslage, von der ich gerade gesprochen habe – im Übrigen auch mit Blick auf Fachkräfte, Ärzte und Pflegekräfte –, in Deutschland natürlich auch einen Bedarf an mehr Pflegekräften in der Alten- und in der Krankenpflege. Das ist ja eine Debatte, die wir seit mindestens zwei Jahren – eher länger – intensiv führen.
Ein Baustein neben mehr Ausbildung in Deutschland, möglichen Umschulungen und anderem mehr ist die verstärkte Überzeugung von Fachkräften aus dem Ausland, nach Deutschland zu kommen, um hier mit anzupacken. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, die Verfahren jetzt schon zu beschleunigen, aber es muss noch schneller gehen. Wir sind gerade in Kooperation mit einigen Bundesländern dabei, sowohl die Visaverfahren – das geschieht dann mit dem Auswärtigen Amt – als auch die Anerkennungsverfahren idealerweise auf maximal sechs Monate zu reduzieren. Die ersten Pilotprojekte laufen jetzt. Wenn das gelänge, wäre das auch ein wichtiges Signal für diejenigen, die sich entscheiden wollen, ob sie als Fachkräfte zu uns nach Deutschland kommen.
Wir sind übrigens im Wettbewerb. Auch Saudi-Arabien, China und viele andere Länder suchen mittlerweile etwa in Südostasien oder in anderen Bereichen nach Pflegefachkräften. Deswegen geht es natürlich darum, dort im Wettbewerb ein gutes Angebot zu machen. Übrigens: Im Vergleich zu anderen Ländern können wir dabei auch mit Arbeitsschutz- und Arbeitsrechtsstandards werben, die es vielleicht nicht in jedem Land auf der Welt gibt.