Herr Kollege Witt, Sie weisen zu Recht darauf hin, dass es seit einigen Tagen Erkenntnisse gibt, die gegen die bisherige, offenkundig ja auch nicht per se wissenschaftlich abschließend validierte Annahme sprechen, dass es im Frühjahr/Sommer zumindest Entlastung gibt, wie es bei anderen Erkältungsviren erwartbar gewesen wäre, weil dann möglicherweise das Verbreitungsgeschehen reduziert ist. Es gibt Hinweise darauf, und zwar wissenschaftlich hergeleitete, dass das nicht der Fall sein wird in dem Umfang; vielleicht leicht, aber nicht so, wie man es erwartet hätte. Das heißt natürlich, dass die Frage der Verlangsamung der Verbreitung noch mal eine viel größere Bedeutung bekommt. Danach richten wir auch unsere Maßnahmen aus.
Wir können nicht davon ausgehen – Stand heute –, dass sich die Verbreitung abschwächt, was übrigens das Risiko gehabt hätte, dass die Verbreitungszahl im Herbst/Winter dafür umso stärker wieder steigt. Wir müssen vielmehr damit rechnen, dass die Verbreitung auch über die Sommermonate kontinuierlich weitergeht. Das erfordert natürlich eine Anpassung der Strategie, und daran arbeiten wir.