Zum Ersten, Frau Kollegin Westig, haben wir, der Deutsche Bundestag, in den letzten fünf, sechs, sieben Jahren schon eine Reihe von Maßnahmen und Verbesserungen beschlossen, um gerade die pflegenden Angehörigen und die Pflegebedürftigen in der ambulanten Pflege – das betrifft die Tagespflege, Nachtpflege, Verhinderungspflege und die Möglichkeit, Haushaltshilfen zu finanzieren – zu unterstützen. Nicht nur die Pflege – „nur“ in Anführungszeichen –, sondern eben auch andere unterstützende Maßnahmen sind zur Entlastung ganz wichtig gewesen. Aber, klar haben Sie recht: Mit der herausfordernden Situation im Alltag sind Familien weiterhin jeden Tag konfrontiert. Die sozialrechtliche Absicherung ist im Übrigen auch verbessert worden.
Mein Ziel ist es, zu schauen, wie wir das alles einfacher gestalten können. Das gilt im Übrigen auch für die Frage, wie man mehr Flexibilität und Übersichtlichkeit bekommt. Es gibt ja wahnsinnig viel Unterstützung. Viele sagen aber: „Ich blicke bei diesen ganzen Bausteinen nicht mehr durch“; denn es ist mittlerweile sehr kompliziert geworden, das alles abzurufen bzw. in Anspruch zu nehmen. Ich würde das gerne zu dem Teil des Reformwerkes zur Pflegefinanzierung werden lassen, das ich vorhin auf eine Frage hin schon angekündigt habe. Ich möchte, dass es ein Paket gibt zur Pflegefinanzierung, zu Eigenanteilen und anderem mehr und gleichzeitig zu der Frage, wie wir zu Verbesserungen und Erleichterungen bei der Inanspruchnahme von Unterstützung, gerade auch zu Hause, kommen.