Nein, danke. – Meine Damen und Herren, was auch falsch war im Rahmen dieser Debatte, ist, dass man Sea Guardian immer nur isoliert betrachtet hat. Sea Guardian liefert einen Beitrag zur Erstellung des Lagebildes, und zwar in einer sehr effizienten Weise, indem sich Schiffe, zum Beispiel aus Deutschland, bei Sea Guardian anmelden, während sie das Mittelmeer durchfahren, und Aufklärungsinformationen an das NATO-Hauptquartier liefern. Diese Informationen werden dann mit verschiedenen anderen Quartieren geteilt. So haben alle ein besseres Bild davon, was im Mittelmeer passiert.
Daran angeschlossen sind die unterschiedlichen Küstenwachen. Daran angeschlossen ist die UN, zum Beispiel mit UNIFIL. Daran angeschlossen ist die Europäische Union mit ihren einzelnen Missionen – Poseidon, Themis und früher auch EUNAVFOR MED Sophia. Je nachdem, um welche Art von Bedrohung und um welche verdächtige Bewegung es sich handelt, wird aufgegriffen und reagiert.
Meine Damen und Herren, damit leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Mittelmeer.
Die Sicherheit im Mittelmeer ist wichtig. Das Mittelmeer ist die zentrale Drehscheibe für den Handel in der Welt.
Wir beziehen einen Großteil unseres Öls und Gases über das Mittelmeer. Wir liefern unsere Produkte in die Welt über das Mittelmeer. Deswegen müssen wir uns auch an solchen Missionen beteiligen. Natürlich ist es nicht Sea Guardian allein; man muss immer den Verbund betrachten. Dass im Verhältnis wenig Terroristen tatsächlich aufgegriffen werden, wenig entdeckt wird, ist doch ein Zeichen dafür, dass die Mission und dass die internationale Gesamtarchitektur für die Sicherheit im Mittelmeer funktionieren.
Deswegen sollten wir auch diesem Mandat zustimmen.
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.