Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich bin erst mal sehr froh, dass die Luftqualität sich enorm verbessert hat, dass wir mit den eingeleiteten Maßnahmen inzwischen erreicht haben, dass ein Großteil der Städte eben keine Fahrverbote erlassen muss, dass die Luft deutlich besser geworden ist.
Wenn Sie sagen, dass sich jetzt nichts verändert hat: Das stimmt einfach nicht. Es ist inzwischen in zwei Länderstudien deutlich nachgewiesen, dass dort, wo der Verkehr reduziert wird, sich auch die Luftwerte, gerade was den Anteil an Stickstoffdioxid angeht, verändern.
Anders ist es beim Feinstaub; denn für den Feinstaubausstoß ist der Verkehr nicht die einzige Quelle. Aber gerade bei NOx, bei Stickstoffdioxiden, ist es so, dass es deutliche Verbesserungen gibt. Ob Fahrverbote nötig sind oder nicht, das entscheidet nicht ein einzelner Wert, sondern das entscheidet der Jahresmittelwert, der erhoben wird, und mit diesem Jahresmittelwert muss dann festgestellt werden: Wird der Grenzwert überschritten, oder wird er nicht überschritten? Aber was man im Moment sehr klar sieht – das kann man auch selber wahrnehmen –, ist, dass die Luftqualität sich verändert, wenn es weniger Verkehr gibt. Das kann trotzdem nicht das Modell der Zukunft sein. Das Modell der Zukunft muss eine veränderte Mobilität sein.