Ich bin niemand, der die Apokalypse beschreibt,
aber es kann sich jeder ausmalen, welche dramatischen Verhältnisse zum Beispiel in den Flüchtlingscamps herrschen. Ich war noch im Februar in Kutupalong, in dem weltgrößten Flüchtlingscamp: Es sind 800 000 Rohingya, die dort auf dem Boden, auf dem Feld, auf einem früheren Elefantengelände leben müssen. Leider ist auch dort jetzt das Virus angekommen.
Wir dürfen nicht abwarten, bis dieses Virus Tausende Menschenleben fordert, und deshalb habe ich sofort entschieden – mit Ihrer Unterstützung –, dass Deutschland dort vor Ort eine Notfallmedizin aufbaut, dass wir Labore und Tests bereitstellen und den Menschen vor Ort helfen. Das muss unsere Devise sein.
Wir sind drei Monate voraus in der Krise, wir haben viel Wissen, Können, Erfahrung, und das sollten wir jetzt mit unseren internationalen Organisationen den Ärmsten der Armen und den Bedürftigsten zur Verfügung stellen.