Herr Minister, erst einmal vielen Dank für Ihre Ausführungen und vor allem auch für das Engagement im Rahmen der Coronapandemie, in den Entwicklungsländern die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen abzumildern. Wir unterstützen als Entwicklungspolitikerinnen und Entwicklungspolitiker der SPD voll, dass wir aus dem Nachtragshaushalt hier auch zusätzliche Mittel brauchen. Sie haben ja einen Bedarf von etwa 3 Milliarden Euro angemeldet, vielleicht auf dieses und nächstes Jahr verteilt. Ich denke, das ist sehr wichtig, und das unterstützen wir.
Aber es geht ja nicht nur um Geld, sondern jetzt in der Krise sind Arbeitnehmerinnen in Entwicklungsländern auch noch vulnerabler. Die Näherinnen in Bangladesch sind arbeitslos, viele stehen auf der Straße und laufen auch Gefahr, ausgebeutet zu werden.
Dazu meine Frage: Setzen Sie sich weiter für ein Lieferkettengesetz ein, und wie sind die Erfolgsaussichten für dieses Gesetz, das wir unbedingt brauchen, um Menschenrechte und Arbeiternehmerrechte in Entwicklungsländern zu schützen? EU-Justizkommissar Reynders hat jetzt eine Initiative angekündigt, und mich würde interessieren, wie Sie das im Kabinett voranbringen können und wie es damit weitergeht.