Also, der Großteil der deutschen Unternehmen setzt diese Mindeststandards im sozialen und ökologischen Bereich um – lesen Sie mal die Nachhaltigkeitsberichte –, aber eben nicht alle. Es kann nicht akzeptiert werden, dass Kinderarbeit in unseren Produkten steckt, in den Teppichen, in den Polstern. Ich möchte nicht nachfragen, wie es hier im Haus ausschaut, ob wir diese Nachweise erbracht haben. Und es kann auch nicht sein, dass wir die Menschen für die Produktion unserer Wohlstandsprodukte mit 12 Cent in der Stunde abspeisen und sie 14 Stunden bei einer Sechstagewoche arbeiten lassen – meist Frauen, die kaserniert leben. Ich kann Ihnen diese Beispiele nennen; denn ich rede von der Realität, die ich gesehen habe. Es muss auch im Interesse der Unternehmerinnen und Unternehmer sein, den Kunden die Lieferketten für ihre Produktlinien nachzuweisen. Ich glaube, es kommt keiner mehr darum herum.
Im Übrigen freue ich mich, dass EU-Kommissar Reynders angekündigt hat, unsere Vorschläge aufzugreifen und auf europäischer Ebene aktiv zu werden.