Die Länder müssen natürlich Eigeninitiative zeigen; dabei unterstützen wir sie. Das ist der ganz zentrale Punkt. Ein Land wie Mali hat keine 100 Beatmungsgeräte oder 20 Intensivbetten. Wir werden in diesen Ländern durch unser Geld und unsere Investitionen in den nächsten fünf oder zehn Jahren keinen Standard wie in Europa oder in Deutschland erreichen. Aber die Afrikaner haben selber viel zu bieten und können auf Erfahrungen zurückgreifen; gerade im Bereich der Ebolabekämpfung haben sie das gezeigt. Dabei werden wir sie unterstützen. Das heißt, wir reichen ihnen die Hand in Form unseres Wissens und unserer Forschungsergebnisse; aber im Notfall investieren wir auch in Intensivmedizin. Es haben sich jetzt zum Beispiel viele deutsche Firmen gemeldet – darüber freue ich mich riesig –, die Beatmungsgeräte für die Entwicklungsländer hergestellt haben; sie sind sofort eingesprungen. Das ist eine großartige Unterstützung durch die deutsche Industrie.