Vielen Dank, Herr Präsident. – Es ist ungeheuerlich und zeigt eigentlich den wirklich geistig-moralischen Verfall
Ihrer Partei, wenn Sie auf Fakten so reagieren, und Sie werden nicht ein Faktum, das ich hier eben in meiner Rede genannt habe, widerlegen können. Ich könnte noch die Eigentumsquote und Wohneigentum anfügen. Ich habe hier die OECD-Studie zitiert.
Sie haben, glaube ich, eben hier über die Grundrente debattiert. Da ging es um Kleckerbeträge, und jetzt kübeln Sie, und zwar wesentlich für andere. Wenn Sie also Fakten, die ich eben genannt habe, tatsächlich mit Faschismus gleichsetzen, meine Damen und Herren, dann möchte ich Ihnen den Spiegel vorhalten.
Und ich bin wirklich entsetzt. Ich verwahre mich aufs Ärgste gegen solche ungeheuerlichen Behauptungen. Die sind hier auch nicht durch die Redefreiheit abgedeckt.
Aber es ist offensichtlich – so erlebe ich das auch tatsächlich im Diskurs und im Wahlkampf –, dass Sie Fakten versuchen mit Faschismus gleichzusetzen und damit versuchen, irgendwo die Lufthoheit zu erobern und zu erhalten. Das wird Ihnen aber nicht gelingen. Denn die Wahrheit dieser Zahlen wird Ihnen auf die Füße fallen. Nochmals: Ich finde es schäbig. Ich glaube, ein Helmut Schmidt würde sich im Grabe umdrehen, wenn er Sie hier hätte heute reden hören.