Kai Whittaker [CDU/CSU]: Sie haben schon einen Antrag gestellt, der war eine halbe Seite lang, Herr Pohl! Das haben Sie ja noch unterboten!
📢
Beate Müller-Gemmeke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Besser, als gar keinen Antrag zu stellen!
📢
Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Wollen Sie, dass wir 30 Seiten schreiben? Haben wir kein Problem mit! Können wir!
Mit dieser einen Seite soll die Mindestlohnkommission geknebelt werden. Ich sage eines: Ihr Antrag vom 28. Februar 2018, von vor zwei Jahren, der Gleiches oder Ähnliches wollte, hatte wenigstens noch vier Seiten und dahinter eine Begründung. Die ersparen wir uns heute. Ich meine: Das ist gar nichts, was Sie da gebracht haben.
Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Wir können Ihnen auch 111 Seiten aufschreiben! Kein Problem!
Ich sage Ihnen eines: Der deutsche Arbeitnehmer, den Sie hier angeblich vertreten wollen, dieser deutsche Arbeitnehmer, den Sie am 17. Juni 1953 in den Knast und in die Folterkammern der Russen gesteckt haben,
Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Da haben wir noch gar nicht gelebt!
📢
Weitere Zurufe von der LINKEN
dieser Arbeitnehmer hätte mehr Achtung und mehr Qualität in Ihrer Arbeit verdient. Sie können doch nicht kommen und sagen: „Das ist der Antrag, der den deutschen Arbeitnehmer und deutschen Mindestlöhner rettet“, und liefern so ein dürftiges Ding ab. Das ist gar nichts!
Kai Whittaker [CDU/CSU]: Sie stimmen also den Linken zu! Gut, dass man das mal weiß!
📢
Steffi Lemke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das will Ihre Fraktion nicht!
📢
Norbert Kleinwächter [AfD]: Melden Sie sich zu einer Zwischenfrage!
📢
Kai Whittaker [CDU/CSU]: Ist Herr Kleinwächter auch dafür?
Ich bin für die soziale Sicherstellung der Arbeitnehmer. Aber diese Arbeitnehmer brauchen auch noch einen Arbeitsplatz, Herr Birkwald. Und wenn Sie jetzt den deutschen Unternehmern aufgeben: „Sie zahlen alle pauschal 20, 30 Prozent mehr Mindestlohn“, wie viele Arbeitsplätze sollen dann verloren gehen? Wo wollen Sie die dann alle beschäftigen? Sehen Sie, genauso ist das.
Beate Müller-Gemmeke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Also doch nicht!
📢
Dr. Matthias Bartke [SPD]: Also nicht!
📢
Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Contradictio in adiecto, Herr Pohl!
😄
Kai Whittaker [CDU/CSU]: Also sind Sie doch dagegen! Da müssen Sie selber lachen!
Das heißt, es ist keine Zeit für Klientelpolitik. Meine Damen und Herren, um das Land wieder nach vorne zu bringen, wäre es Zeit, gemeinsam an einem Strang für eine gemeinsame Wirtschafts- und vor allem soziale Politik zu kämpfen. In diesem Sinne: Lassen Sie uns im Ausschuss darüber sprechen.
PVizepräsident Wolfgang Kubicki: Herr Kollege Pohl, es waren 20 Sekunden, aber ist auch egal; das machen die anderen auch. – Nächster Redner wird nach der Reinigung des Rednerpults der Kollege Bernd Rützel, SPD-Fraktion, sein.
Peter Aumer15. Apr. 2021 · CDU/CSUSehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Normalerweise wundere ich mich über Reden der Linken eigentlich immer. Über die Rede, die Sie, Frau Ferschl, gehalten haben, habe ich mich