Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Bundeskanzlerin, als wissenschaftspolitische Sprecherin meiner Fraktion erreichen mich in diesen Tagen sehr viele Hilferufe von Studierenden. Hunderttausende Studierende haben ihre Nebenjobs verloren und können von den Eltern jetzt auch nicht mehr so wie früher unterstützt werden. Bei vielen steht sogar die Frage im Raum, ob ein Studienabbruch droht.
Statt jetzt einfach das BAföG zu öffnen – das wäre ja eine ziemlich naheliegende Lösung gewesen –, hat Ihre Bildungsministerin lediglich Kredite zur Verfügung gestellt und bietet damit eigentlich nur die Option einer Verschuldung für die jungen Menschen an. Es gibt nur für ganz wenige Studierende die Möglichkeit einer Überbrückungshilfe von maximal 500 Euro.
Auch im Konjunktur- und Zukunftspaket der Regierung fehlen die Studierenden völlig. Ich finde, es steht in keinem Verhältnis, wenn die Regierung für die jungen Menschen so wenig Geld zur Verfügung stellt, aber auf der anderen Seite die Förderung der Rüstungsindustrie im Konjunkturpaket mit 10 Milliarden Euro bepreist.
Sie sagen ja – das haben Sie gerade eingangs ausgeführt –, Ihnen liegen die Chancen der jungen Menschen am Herzen. Dann frage ich Sie: Welche zusätzlichen Maßnahmen planen Sie zur Unterstützung von Studierenden?