Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die Emotionen gehen hoch, und das zu Recht angesichts der Coronafälle, die wir in Schlachtbetrieben und darüber hinaus feststellen. Ich möchte auch zum Ausdruck bringen: Es gibt nicht nur in Schlachtbetrieben Coronafälle, sondern sie gibt es auch woanders, zum Beispiel in großen Wohnanlagen. So wurde in Magdeburg eine große Wohnanlage mit 800 Menschen unter Quarantäne gestellt.
Es ist meines Erachtens am Ende einer solch emotionsgeladenen Debatte – was auch richtig ist – durchaus wichtig, etwas zur Sachlichkeit zurückzukehren
und nicht nur von organisierter Verantwortungslosigkeit und von Ausbeutertum zu reden. Denn letztendlich haben wir großartige Produkte, die die Bäuerinnen und Bauern erzeugen,
aber gleichzeitig auch die Lebensmittelindustrie, und dazu gehören auch die Schlachtbetriebe.
Werte Damen und Herren, deshalb möchte ich feststellen, dass zuerst einmal unser Bedauern denjenigen gilt, die von Covid und Corona betroffen sind. Denen wünsche ich beste Gesundheit! Für die Zukunft hoffe ich, dass, wenn es in den Schlachtbetrieben durch Umwälzanlagen und sonstige Gegebenheiten eine besondere Anfälligkeit gibt, dies sehr schnell in technischer Hinsicht abgestellt werden kann, damit zukünftig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diesem Risiko nicht mehr betroffen sind; denn letztendlich geht es um die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist meines Erachtens sehr wichtig.