Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kurz an meine Vorrednerin: Wie wir alle wissen, ist der Bundestag ein Arbeitsparlament. Die Arbeit findet in den Ausschüssen statt.
Wir haben vorhin und auch gestern schon mehrmals gehört, wie Ihre Disziplin in den Ausschüssen ist: Da hört man nie etwas von Ihnen. Der Kollege Bartke hat schon darauf hingewiesen, wie wenig Sachverständige Sie tatsächlich zu den Anhörungen einladen. Nun sitzen Sie hier wie die Zinnsoldaten. Allerdings sind Sie heute sehr wenig, obwohl es um Ihre Anträge geht. Das wundert dann schon.
Sie wollen Ihr Anliegen mit Zahlen belegen. Dabei wissen Sie so gut wie wir alle, dass die Kollegen, wenn sie nicht im Bundestag sind, nicht auf der Terrasse sitzen oder sich ihres Lebens erfreuen. Nein, hier wird gearbeitet, und das mindestens 60 Stunden in der Woche.
Das müssten Sie wissen. Insofern finde ich es wirklich unverschämt, dass Sie sich immer wieder hierhinstellen und uns alle in die Tonne hauen wollen, indem Sie vorgeben, dass wir hier gar nichts tun. Das Gegenteil ist der Fall.
Ich will mich auf wenige Punkte in den Anträgen beschränken. Der erste Punkt, der § 126a Geschäftsordnung betrifft, ist hier schon ausreichend diskutiert worden.
Ich will noch etwas zu den digitalen Abstimmungsgeräten im Plenum sagen. Wir haben heute schon gehört – ich glaube, der Kollege Schnieder hat schon darauf hingewiesen –, dass sich derzeit eine Kommission damit beschäftigt, wie der Bundestag zukünftig digitaler arbeiten kann. Das ist eine sehr gute Idee. Dort haben Sie übrigens auch wieder mit Abwesenheit geglänzt.
– Nein, Herr Seitz, bevor der Bundestagspräsident mich fragt, gebe ich schon jetzt die Antwort: Ich werde nicht zulassen, dass Sie eine Frage stellen.