Zunächst einmal: Es ist richtig, dass ich mich für das Public Country-by-Country Reporting ausgesprochen habe. Wir haben schon ein sehr effizientes Country-by-Country Reporting, wo wir jetzt auch technisch im großen Umfang und personell aufrüsten, weil wir unglaublich viele Meldungen bekommen, die natürlich verarbeitet, gewichtet und bewertet werden müssen und bei konkreten Steuerprüffällen meistens in Form von Betriebsprüfungen durch die Länder und ab und zu mal durch den Bund eine Rolle spielen müssen, die uns aber natürlich auch Erkenntnisse vermitteln über Gestaltungsstrukturen, die wir zum Beispiel durch Gesetzgebung aufgreifen und verhindern können, sodass wir nicht um unsere Steuern gebracht werden. Für mich gehört übrigens die internationale Debatte über Minimum Taxation ebenfalls dazu, weil das ein Beitrag dazu sein kann, solche Modelle weniger attraktiv zu machen, wenn wir eh an das Geld kommen.
Für Public Country-by-Country Reporting wäre, wenn das eine Entscheidung der Finanzminister wäre, Einstimmigkeit erforderlich. Deshalb ist die Kommission jetzt der Meinung, dass dies in einem anderen Rahmen entschieden werden soll. Und in der Tat ist es so, dass die Bundesregierung sich enthalten wird, weil wir darüber nicht einer Meinung sind. Es kann aber sein, dass demnächst irgendwann eine solche Entscheidung zustande kommt.