Unser wichtigster Punkt ist die Hilfe vor Ort. Die ist sofort angelaufen, in Abstimmung mit der griechischen Regierung. Wir haben wirklich fabelhafte Hilfsorganisationen; besonders zu nennen sind das Deutsche Rote Kreuz und das THW. Deshalb halten wir unser Wort, alles zu tun, damit die Bevölkerung vor Ort eine humane, vernünftige Unterbringung und Versorgung bekommt. Dabei bleiben wir auch.
Die Kanzlerin hat gestern beim Ministerpräsidenten erwirkt, dass die Konvois direkt bis nach Lesbos fahren können und nicht nur bis Athen und die Güter dort dann erst verladen werden müssen. Das ist uns wichtig. Das gilt auch für das europäische Asylzentrum, das kleiner werden soll als das jetzige und vor allem europäischem Standard entspricht. Wir werden alles tun, damit diese Unterkunft rechtzeitig vorm Winter fertig ist.
Sie müssen schauen: Die anderen Zentren mit jeweils 2 000, 3 000, 5 000 und 1 000 Bewohnern sind wesentlich kleiner. Lesbos war von Anfang an in der Größe ein Fehler: 25 000 Menschen, auf 12 000 abgesiedelt. Aber da möchte ich jetzt schon mal festhalten, dass diese Entscheidung nicht der jetzige Ministerpräsident herbeigeführt hat, sondern sein Vorgänger. Auch das gehört zur Wahrheit.