Ich muss hier so antworten, wie ich es gestern in der Fraktion getan habe. Man kann, wenn man ein Handelnder ist, der sich mit Fakten ausstatten will, bevor man entscheidet, manchmal verzweifeln, mit welchen Oberflächlichkeiten die Dinge über ein Wochenende begleitet werden. Aber das soll jeder für sich entscheiden.
Wir haben seit 2015 1,7 Millionen Flüchtlinge aufgenommen; das muss man sich einmal vorstellen. Am Anfang gab es Schwierigkeiten, aber jetzt ist Ordnung. Wir haben allein aus Griechenland bisher 53 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgenommen, anschließend 243 Kinder mit ihren Familienangehörigen, dann 150 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, und jetzt werden es wieder insgesamt 1 553 Flüchtlinge sein. Darüber hinaus war eine meiner ersten Amtshandlungen, mich an sogenannten Resettlement-Programmen zu beteiligen; das betrifft rund 12 000 Personen. Das halte ich für erforderlich. Es handelt es sich um besonders geschundene Personen: vergewaltigte Frauen, Opfer von Folter und viele andere. Hier tragen wir die Verantwortung.
Jetzt 1 553 Geflüchtete aufzunehmen, war wieder eine humane Entscheidung. Ich bin stolz, dass die Koalition in der Lage war, ein entsprechendes Signal zu senden.