Die 408 Familien, anerkannt nach dem Asylrecht, leben auf fünf Inseln Griechenlands, es geht nicht um Flüchtlinge auf dem Festland. Insgesamt leben auf den Inseln 27 000 Menschen, 13 500 davon sind Familien mit Kindern. Das ist die objektivste Abgrenzung.
Bei Ihrer zweiten Frage muss ich mit einem Irrtum aufräumen. Ich habe, wenn ich die Zeit seit der deutschen Einheit betrachte, festgestellt – das war noch zu meiner Münchener Zeit –, dass wir in Deutschland immer Ruhe hatten, wenn die Zuwanderung bei 150 000, 100 000 oder 180 000 Personen lag, und immer große politische Auseinandersetzungen, wenn wir diese Grenze überschritten haben. Deshalb habe ich gesagt, wir sollten 200 000 nicht überschreiten. Aber jetzt kommt der Denkfehler. Das heißt doch nicht, dass die 200 000 ein Kontingent darstellen, das jedes Jahr aufgefüllt werden soll. Vielmehr müssen wir schauen, dass wir unter den 200 000 bleiben. Das ist die richtige Politik.