Das ist ja nicht nur das Ziel der Bundesregierung, sondern das ist auch das Ziel der Europäischen Union, das ist das Ziel der Nachbarstaaten. Sie haben richtigerweise darauf hingewiesen, dass im Moment vor allen Dingen viel miteinander gesprochen wird. Ich werde heute Nachmittag um 17 Uhr mit dem aserbaidschanischen Kollegen auch noch einmal ein Gespräch haben.
Die Gespräche, die geführt worden sind, haben es zumindest möglich gemacht, dass man auf der armenischen Seite grundsätzlich Bereitschaft signalisiert hat, einer Waffenruhe beizutreten. Dass allerdings die Zusage für eine etwaige Waffenruhe von Aserbaidschan nicht zu bekommen ist, wird heute auch das Thema eines Gespräches mit dem Kollegen dort sein.
Sollten wir eine Situation haben, dass eine Seite sich zur Waffenruhe bereit erklärt, die andere sich aber nicht, dann wird man auch innerhalb der Europäischen Union sicherlich darüber reden müssen, wie sich das auswirkt, um den Druck insbesondere auf die aserbaidschanische Seite weiter zu erhöhen. Gleichzeitig sprechen wir aber auch mit den Ländern aus der Nachbarschaft oder mit denen, die an diesen Fragen beteiligt sind – von Russland bis hin zur Türkei – und die sicherlich noch größeren Einfluss auf die Konfliktparteien haben. Wir werden da auch nicht nachlassen.
Aber im Moment erwarten wir vor allen Dingen von der aserbaidschanischen Seite, dass sie sich genauso wie Armenien grundsätzlich bereit erklärt, einer Waffenruhe zuzustimmen. Wenn eine Seite dazu nicht bereit ist, bin ich der Auffassung, dass der Druck aus der Europäischen Union auf sie erhöht werden muss.