Zunächst einmal würde ich das zurückweisen. Wenn hier jemand behauptet, dass wir in Mali inaktiv gewesen sind, dann sage ich: Erzählen Sie das mal den Soldatinnen und Soldaten der deutschen Bundeswehr und deren Angehörigen.
Sie können mir alles Mögliche vorwerfen, Inaktivität hier oder da, aber ganz sicher nicht in Mali und auch nicht im Sahel.
Wir sind in einer sehr engen Abstimmung mit Frankreich, auch mit den Regionalorganisationen vor Ort, beispielsweise ECOWAS, um genau das zu bewirken, das Sie fordern: dieses Fenster, das sich bietet, zu nutzen. Die Europäische Union hat EUTM Mali suspendiert und damit eine klare Ansage gemacht, dass auch unser sicherheitspolitisches Engagement – und dem folgt ja im Rahmen des vernetzten Ansatzes auch unser ziviles Engagement – auf der Kippe stehen könnte, wenn wir nicht mehr der Auffassung sind, dass es eine malische Regierung oder Verantwortliche gibt, mit denen vertrauensvoll zusammenzuarbeiten ist.
Deshalb verfolgen wir das mit Druck. Die Europäische Union hat nicht nur mit Worten, sondern auch mit Entscheidungen ihre Position sehr, sehr deutlich gemacht. Wir versuchen mit Frankreich, das auch dort über erheblichen Einfluss verfügt, dafür zu sorgen, dass diese Übergangsregierung wirklich nur eine Übergangsregierung ist und es am Schluss wieder eine zivile Regierung in diesem Land gibt.