Frau Kollegin, die Frage, wie hoch die Windstromausbeute ist, richtet sich natürlich auch nach der Stärke des Windes, der im nächsten Jahr wehen wird.
Das kann ich nicht vorwegnehmen. Aber – das sage ich Ihnen –: Vorausgesetzt, es ist vergleichbar mit diesem Jahr, bin ich überzeugt, dass es keinen Rückgang, sondern einen Zuwachs geben wird.
Das hat zwei Gründe.
Zum einen haben wir in der Vergangenheit weniger Teilnahmen an Ausschreibungen gehabt, weil es zu wenige genehmigte Projekte gegeben hat. Die Bemühungen der Bundesregierung, das zu ändern, haben funktioniert, und wir haben inzwischen wieder einen Anstieg der eingereichten Projekte, die zuschlagsfähig sind, auf 80 Prozent. Das ist eine sehr positive Entwicklung.
Zum anderen möchten wir, dass die Windräder, die abgeschrieben und ausgefördert sind, auch weiterlaufen können. Darüber bin ich im Gespräch mit den Bundesländern, mit den Verbänden der Windenergie. Es gibt sehr viele Unternehmen, die ein Interesse daran bekundet haben, solche abgeschriebenen Anlagen zu erwerben und weiter zu betreiben, um die Energiewende voranzubringen. Es gibt Anlagen, die sich nach dem Börsenstrompreis rechnen, und es gibt andere an windschwachen Standorten, die sich nicht rechnen. Dafür muss eine passgenaue Lösung gefunden werden. Das – das sage ich Ihnen zu – wird vor Ende dieses Jahres geschehen.