Wir haben einen europäischen Energiebinnenmarkt. Das bedeutet, dass wir die Voraussetzungen schaffen – durch Leitungsbau von Norwegen nach Deutschland, durch Leitungsbau von Dänemark nach Deutschland –, dass auch aus den Nachbarländern der Europäischen Union erneuerbarer Strom nach Deutschland gelangen kann. Dort ist er in großer Menge verfügbar. Das stabilisiert auch die Energieversorgung bei uns.
Zweitens. Wenn es nicht um den Strombedarf im engeren Sinne geht, sondern um den Primärenergieverbrauch, wird heute etwa 70 Prozent importiert. Das ist Kohle, das ist Öl, das ist Gas, und das sind die Kernbrennstäbe. Alle, die sich mit der Frage beschäftigen, sagen uns: Wir werden nicht imstande sein, diese riesige Menge an Energie autark zu produzieren. – Aus diesem Grund arbeiten wir an internationalen Kooperationen, etwa mit den Ländern im Mittleren und Nahen Osten oder in Südamerika. Wir haben dafür 2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die Idee ist, dass wir eine internationale Wasserstoffinfrastruktur aufbauen und dort, wo die Sonne viel scheint und der Wind viel weht, den Wasserstoff produzieren und dann, so wie heute das Gas und das Öl, nach Europa verschiffen oder über Pipelines transportieren.
Damit beende ich die Regierungsbefragung.