Ich werde in meiner Verantwortlichkeit auf jeden Fall alle Zahlen liefern, die für dieses Justizbarometer erforderlich sind. Mir ist nicht bekannt, dass wir nicht geliefert hätten; aber wenn das so wäre, dann würde ich selbstverständlich zusagen, dass das in Zukunft anders wird. Denn ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir diesen Vergleich, dieses Justizbarometer, in der Europäischen Union haben, um eben nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern uns selbst infrage zu stellen.
Wenn Sie sagen, diese überlange Verfahrensdauer liege nicht am Personal, dann muss ich sagen: Ich höre, zumindest wenn ich mit Vertretern des Richterbundes oder auch mit Staatsanwaltschaften oder Richterinnen und Richtern spreche, etwas anderes. Die sagen mir sehr wohl, dass sie einfach nicht nachkommen, weil neue Herausforderungen kommen, der Gesetzgeber neue Regelungen beschließt. Diese langen Verfahrensdauern werden also damit begründet. Aber wir werden das sicherlich miteinander auflösen müssen. Denn wie gesagt: Auf der einen Seite höre ich von denen, die tagtäglich in den Amtsgerichten, in den Verwaltungsgerichten sitzen, dass es daran liegt. Wenn so ein Bericht etwas anderes sagt, dann muss man das zusammenbringen, und das ist jetzt unsere Aufgabe; denn es muss ja aus so einem Bericht auch folgen, dass man Konsequenzen zieht.