Ich gebe Ihnen noch mal die Möglichkeit – Sie haben gerade Herrn Scholz und die Neuausrichtung der Förderungen gelobt –, mir vielleicht ein Problem zu erläutern, das ich bis jetzt als ungeklärt ansehe.
Wir reden jetzt viel über die Gewerbemieten, und das ist auch richtig und wichtig. Wir reden auch viel über die, die, sagen wir mal, schnell verderbliche Waren einkaufen und vielleicht auch einen schnellen Umsatz haben. Mich treibt aber eigentlich schon seit Anfang März um, dass es viele Einzelhändler und Gewerbetreibende gibt, die ihre Waren Anfang des Jahres ordern, die Saisonwaren für einen Zeitraum bis zum Ende des Jahres ordern, auf Millionen Euro Warenbestand sitzen bleiben und jetzt wieder betroffen sind.
Bei mir im Wahlkreis – ich komme aus einer touristisch geprägten Region – sind die Hotels geschlossen. Es sind natürlich auch gar keine Gäste da, die in irgendeinem Einzelhandelsgeschäft etwas kaufen können. Denen nützt der Umsatzausgleich herzlich wenig, und die stehen zurzeit ratlos da. Da sind auch nicht die Mieten das alles Entscheidende, sondern die vollen Lager mit Waren, die sie nicht loswerden. Dies ist eine völlig ungeklärte Frage, die bis jetzt mehrfach angesprochen wurde.
Sie haben gerade gelobt, dass sich da bei Olaf Scholz was ändert. Welche Antwort gebe ich denn den Unternehmen, die mich hilfesuchend anrufen und sagen: „Da muss was passieren!“? Was sage ich denen eigentlich?