Ich würde an dieser Stelle gern sagen, dass wir alle mit einer neuartigen Herausforderung konfrontiert sind, mit der wir noch nicht allzu lange Erfahrung haben. Wir haben im Grunde zwei Sorten von Maßnahmen gehabt: Das Erste waren die sehr umfassenden Schließungen im Frühjahr, und das Zweite waren dann die sehr sektoralen Schließungen bei Hotels und Gaststätten im November und Dezember. Das Dritte sind wieder sehr viel umfassendere Schließungen, wie wir sie zurzeit, ab Mitte Dezember, haben. Deshalb liegt es in der Natur der Sache, dass die Maßnahmen des Frühjahrs und die Maßnahmen, die jetzt gelten, von der Philosophie her, sich an den Fixkosten zu orientieren, sehr ähnlich sind.
Dazwischen haben wir zwei Wirtschaftsbereiche herausgegriffen, die in einem sehr viel höheren Maße, inklusive der Kultur übrigens, beitragen mussten, damit wir alle besser durch diese Pandemie kommen. Wir müssen in dieser Pandemie flexibel sein. Ich glaube, wenn nach der Langzeitstrategie gefragt wird, dann heißt es immer wieder: Flexibilität zeigen – mit dem Virus kann man nicht verhandeln, sondern man muss schauen, wie es sich verhält, und darauf reagieren – und diese Flexibilität dann auch anwenden. Wir haben aus Schwächen der Überbrückungshilfe I gelernt, und wir haben die Überbrückungshilfe III daraus konzipiert; das wird immer wieder so vorkommen. Aber von der Grundlage ist sie der des Frühjahrs ähnlicher als der November- und Dezemberhilfe, weil hier, wie ich schon sagte, zwei Bereiche der Wirtschaft sektoral herausgegriffen wurden.