Herr Präsident! Liebe Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist schon interessant, was hier alles gesagt wurde.
Es ging im Wesentlichen um ein Ablenken vom Kern des Problems durch die Altparteien.
Daran ändern auch nichts die teilweise nachdenkenswerten Formulierungen – wie immer – von Herrn Grübel und Herrn Heinrich. Die Christen sind weltweit die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft, weit über 200 Millionen. Wer das leugnet, erzählt Unsinn. Das ist das Erste.
Das Zweite. Herr Lindh, tja, was soll man zu Ihnen eigentlich noch sagen? Sie weigern sich, sich zum Christentum zu bekennen, sagen aber immer, Sie seien ein ganz toller Christ.
Ich könnte jetzt auch sagen, die SPD sei eine christenfeindliche Partei.
Das könnte ich auch sagen – will ich zurückgeben, stimmt auch vermutlich.
Aber ich sage, Herr Lindh, Sie passen eher in die Scharia-Partei Deutschlands, um das einmal ganz klar zu sagen. Ganz klar: in die Scharia-Partei Deutschlands.
Boko Haram hat nichts mit dem Islam zu tun, habe ich gerade gehört; denn in Nigeria geht es nicht um den Islam bei den Morden, die da passieren. – Das ist auch interessant. Die SED war schon immer gut im Erfinden von Lügen und Halbwahrheiten.
Was Christenverfolgung bedeutet, erfahren wir beim aktuellen Blick auf Nigeria.
668 Schulkinder sind in dieser Woche nach einem brutalen Angriff auf ihre Schule entführt worden – im Namen des Islam.
Die islamische Terrorgruppe Boko Haram reklamiert den Anschlag für sich. Nigeria steht seit Jahren für schwerste Verbrechen an Christen – ihres Glaubens wegen. Über 2 Millionen Christen wurden zu Flüchtlingen im eigenen Land durch Gewalt im Namen des Islam. Boko Haram ist nur eine von vielen Terrororganisationen.
Drei Anträge gegen die Christenverfolgung weltweit stellen wir von der AfD heute hier im Plenum. Einer benennt die Christenverfolgung in Nigeria. Des Weiteren fordern wir die Benennung eines Beauftragten gegen die Christenfeindlichkeit in Deutschland. Der Dritte gilt Pakistan. Nur wir kämpfen im Deutschen Bundestag gegen die Christenverfolgung.
Pakistan ist das Land, in dem Christen am stärksten weltweit gewaltsam verfolgt werden durch sunnitische Moslems. Das belegt der aktuelle Weltverfolgungsindex der Menschenrechtsorganisation Open Doors.
Es sind örtliche Hassprediger, es ist eine Art Zivilgesellschaft, die in Pakistan diese Gewalt ausübt. Pakistan ist die Drehscheibe des radikalen Islam für ganz Asien. Auch der Gründer und Anführer der radikal-islamischen Terroristen in Myanmar, Jununi, stammt aus Pakistan.
Die massive Gewalt in Pakistan wird durch menschenrechtswidrige Gesetzgebung gefördert. Die Paragrafen 295a bis 295c des Pakistan Penal Code sehen für die angebliche Beleidigung des Koran und des Propheten Mohammed die Todesstrafe vor. Stichwort: Blasphemie.
Seit Jahrzehnten wächst die Zahl der Angriffe auf Christen in Pakistan kontinuierlich, und häufig trifft es dabei Frauen. Mord, Entführung, Vergewaltigung, Zwangsverheiratung, Zwangsräumung ihrer Häuser und Vertreibung: All dies müssen Christen in Pakistan jederzeit befürchten. Dabei kann die Anklage wegen Blasphemie schon dazu führen, dass Nachbarn das erfahren und ihrerseits kurzerhand Lynchjustiz üben – so geschehen im Fall des Studenten Mashal Khan im pakistanischen Mardan.