Zunächst einmal ist Ihre Frage geleitet von der Annahme, dass wir jetzt eine Überlegung haben, die langfristige Optionen von Schließungen von Kitas und Schulen erwägt. Dem will ich widersprechen. Ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, dass wir uns bei der Öffnungsstrategie, die jetzt von der Bundesregierung vorbereitet wird, dafür einsetzen, dass Kitas und Schulen die Ersten sind, die wieder öffnen. Ich möchte mich nicht auf eine Option von langfristigen Kita- und Schulschließungen einrichten, sondern darauf, wie wir die Kinder schnellstmöglich wieder in die Betreuung, in die Beschulung führen können, weil es notwendig ist, weil wir hier Kinderschutzthemen haben, weil wir sehen, dass durch diese Schließungen Kinder auch Schäden erleiden: Übergewicht, Vereinsamung, Depression und Bewegungsmangel, ganz zu schweigen von den Mängeln bei der Bildungsgerechtigkeit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In diesem Sinne arbeiten wir daran, dass Kitas und Schulen so schnell es geht wieder öffnen können. Das ist der erste Fokus.
Sollte das Infektionsgeschehen so aussehen, dass keine Öffnung möglich ist – ich denke aber, dass wir eine Öffnung ermöglichen können –, dann muss man, wenn Eltern weiter belastet werden, darüber sprechen, wie man bei den Kinderkrankentagen etwas nachsteuern kann. An dem Punkt sind wir aber im Moment noch nicht. Wir bereiten uns auf eine solche Situation vor und überlegen, wie wir dann vorgehen könnten; aber im Moment liegt unser Fokus darauf, nach dem 14. Februar in eine Öffnungsstrategie eintreten zu können. Dann – das ist mein Plädoyer als Kinder- und Familienministerin – müssen Kitas und Schulen zu den Ersten gehören, die wieder öffnen.