Ich weiß nicht, aus welcher Empirie Sie berichten. Ich kann Ihnen sagen, dass es ein ganz breites Spektrum gibt. Mit der Corona-KiTa-Studie, die seit Mai letzten Jahres läuft, wird das Geschehen in den Kitas deutschlandweit beobachtet. 12 000 Kindertagesstätten haben sich bisher registrieren lassen. Die Studie zeigt, dass es ein ganz großes Spektrum bei der Auslastung gibt: Sie bewegt sich zwischen 20 und 70 Prozent, je nachdem, wie die Regelungen in den einzelnen Bundesländern aussehen. Man kann als Faustformel zugrunde legen: Je strenger die Regelung, desto weniger Kinder sind tatsächlich in der Betreuung. Das ist logisch.
Wir sehen aber auch, dass durch die Einschränkung das Infektionsgeschehen in den Kitas gesenkt werden kann. Wir haben ja bei den Null- bis Fünfjährigen ein geringes Infektionsgeschehen; aber zwei Drittel der Fälle, die in Kitas auftreten, betreffen die Erwachsenen, die Erzieher. Insofern muss man auch verstehen, dass Kitas, wenn das Personal Ängste hat und auf den eigenen Schutz bedacht ist, die Auslastung reduzieren, und sie bewegt sich eben zwischen 20 und 70 Prozent.