Ich würde gerne diesem Vorwurf widersprechen wollen. Natürlich sage ich der Kanzlerin das Gleiche, was ich Ihnen sage. Sie kennt meine Position, und wir sind da auch überhaupt nicht auseinander. Denn es ist ganz klar: Auch die Bundeskanzlerin weiß, wie wichtig die Fragen von Bildungsgerechtigkeit, von guter Kindertagesbetreuung hier an dieser Stelle sind. Es ist ganz klar, dass niemand mit Absicht die Kinder zu Hause hält, sondern dass das wirklich auch immer unser letztes Mittel war.
Ich will noch eines zu Ihrem Einwand sagen, dass einkommensschwache Familien besonders darunter zu leiden haben. Ich glaube, alle Kinder, alle Familien leiden darunter, wenn Kinderbetreuung nicht möglich ist. Aber ich will auch sagen: Die Instrumente, die wir geschaffen haben, funktionieren. Vom Notfall-Kinderzuschlag über den Kinderbonus über die Hilfen für Familien mit kleinen Einkommen: All das ist schon angekommen. Es gibt aktuelle Studien, die zeigen, dass das besonders wirksam war für Familien mit kleinen Einkommen.