Herr Aggelidis, ich will ganz klar sagen: Natürlich ist es eine Belastung gerade auch für die älteren Kinder, wenn sie eben nicht regulär in die Schule gehen können; das wird doch gar keiner bestreiten. Deswegen ist es ja auch wichtig, dass wir das so kurz halten, wie es irgend geht, und dass man bei Öffnungsschritten, wenn sie gegangen werden, mit Wechselunterricht und Hybridunterrichtsmodellen usw. arbeitet.
Aber ich muss Ihnen sagen: Ich bin auch Mutter. Und ich erlebe, dass in den Schulen, wenn man das mit dem letzten Jahr vergleicht, nun auch nicht überall nur die Katastrophe herrscht, sondern dass viele Schulen sich aufgestellt haben, dass es eben die Lernplattformen gibt, dass es die Tablets gibt, dass es die verschiedenen Wege von digitaler Beschulung, wie regelmäßige Videokonferenzen mit dem Klassenlehrer, gibt. Das hängt natürlich immer davon ab, wie engagiert Lehrer und Lehrerinnen das machen.
Aber wir sehen schon, dass es eine deutliche Verbesserung auch des digitalen Lernens im Vergleich zum letzten Jahr gibt. Darauf müssen wir stärker den Fokus legen – sowohl was die Technik als auch was die Lerninhalte und Möglichkeiten angeht. Ich glaube, da gibt es Entwicklung; das sehen wir ja auch.