Herr Abgeordneter, ich kenne mich in meinem Haushalt sehr gut aus. Aber in dem Haushalt von Frau Klöckner kenne ich mich nicht ganz so gut aus. Deswegen wäre das, glaube ich, eine Frage, die wir mit der Kollegin noch mal ganz genau klären müssten.
Ich würde aber Ihre Vorausbedingung noch mal ein wenig erläutern wollen; denn FFH-Gebiete sind nicht grundsätzlich ausgenommen. Vielmehr haben wir bei den Gebieten, die reine FFH-Gebiete sind und keinen weiteren Schutzfaktor haben, gesagt, dass wir dort auf kooperative Lösungen gehen können. Das sind 4,9 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland. Wir stellen jetzt sehr viel unter Schutz, und ein ganz kleiner Teil davon sind landwirtschaftlich genutzte Flächen. Das sind in erster Linie Grünlandflächen. Im Grünland werden traditionellerweise heute schon deutlich weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Für diese Flächen werden jetzt eben auch kooperative Lösungen gefunden.
Und ja, es werden zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Die Gemeinsame Agrarpolitik auf der europäischen Ebene ermöglicht jetzt zum Beispiel, dass der FFH-Deckel, also der Ausgleich für FFH-Flächen, angehoben wird. Auch darüber wird es noch mal neue Finanzierungsmöglichkeiten geben.