Erst mal, Frau Abgeordnete, weise ich hier deutlich zurück, dass es da irgendwelche schmutzigen Deals gibt. Das ist nicht der Fall.
Und dann sind wir uns doch einig: Wir wollen aus der Kohleverstromung aussteigen, und wir wollen aus der Nutzung von Atomstrom aussteigen. Wir werden die Atomkraftwerke abschalten. Das heißt aber: Wir brauchen für den Übergang Gas; es wird gar nicht anders möglich sein. Sie können sich Studien ansehen – ich kann zum Beispiel die von Agora empfehlen –, die sehr klar nachgewiesen haben, dass wir gerade während des Umbaus der Stahlindustrie auf Gas angewiesen sein werden, so lange, bis wir genug erneuerbare Energien zur Verfügung haben, um dann daraus zum Beispiel Wasserstoff herzustellen oder Kerosin herzustellen.
Deswegen ist Gas ein wichtiger Faktor für den Übergang. Das ist nicht lange der Fall. Die Forschung sagt uns, dass das wahrscheinlich bis rund 2040 der Fall sein wird; aber so lange brauchen wir Gas. Dafür dann möglichst viele Quellen zu haben, damit das für die Verbraucherinnen und Verbraucher möglichst günstig ist und damit man auch einen Einfluss auf die Preisgestaltung hat, ist, wie ich finde, genau der richtige Weg. Ich kann nur unterstützen, dass wir Gas als Zwischenlösung nutzen; die Alternativen, Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Polen, unterstütze ich nicht.