Wir haben in dieser Legislaturperiode eine BAföG-Reform vorgenommen. Wir haben insgesamt 1,3 Milliarden Euro zusätzlich in die Sozialleistung BAföG gesteckt. Ich glaube, wir können noch gar nicht abschließend beurteilen, wie diese Reform wirkt.
Aber eines muss man dazusagen: Das BAföG ist eine Sozialleistung, und vor der Krise war es einfach so, dass die Wirtschaft von Höchststand zu Höchsttand ging, die Beschäftigung sehr, sehr gut war und auch die Löhne gestiegen sind. Der Bezug von BAföG ist subsidiär, er tritt erst dann ein, wenn Eltern nicht leisten können, wenn Eltern ihre Kinder nicht bis zum Ende der ersten Ausbildung unterstützen können. Vor der Krise besaßen viele Eltern die Leistungsfähigkeit, ihre Kinder zu unterstützen.
Nichtsdestotrotz haben wir gesagt: Wir wollen die Trendumkehr. Wir wollen wieder mehr junge Leute erreichen. Wir wollen bis in die Mitte der Gesellschaft hinein fördern. – Deswegen haben wir die Reform auf den Weg gebracht mit drei Stufen. Die dritte Stufe tritt jetzt im Herbst in Kraft. Wir werden im Juli die ersten Daten bekommen für die ersten beiden Jahre, und dann werden wir weitersehen. Wenn es so noch nicht geklappt hat, können wir in der nächsten Legislaturperiode da wieder ansetzen.