Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Kollege Hellmich, ich will keine unnötige Schärfe in diese Debatte bringen, will aber auch vermeiden, dass hier Missverständnisse entstehen, die ich für meine Fraktion nicht unwidersprochen stehen lassen könnte.
Sie haben eben zu Recht erwähnt: Wenn wir über den Auftrag reden, den das Parlament unseren Streitkräften gibt – damit meinen Sie mit Sicherheit auch Auslandseinsätze, über die wir hier ja regelmäßig abstimmen –, erwarten wir im Zweifel und in letzter Konsequenz von den Soldatinnen und Soldaten, dass sie mit ihrem Leben für diesen Auftrag einstehen. Deswegen haben sie es verdient, die bestmögliche Ausrüstung für ihren Auftrags zu erhalten.
Ich will Ihnen nur, da wir uns ja seit vier Jahren auch aus der Zusammenarbeit im Verteidigungsausschuss kennen und dort das ein oder andere miteinander abgestimmt haben, in Erinnerung rufen, dass meine Fraktion bei Beschaffungsvorhaben immer sehr wohl abgewogen hat, wenn es um Schutzkomponenten für Soldatinnen und Soldaten ging. Vor allem wenn es um gepanzerte Fahrzeuge, wenn es um Schutzwesten und solche Dinge ging, haben wir den Beschaffungsvorlagen in der überwiegenden Zahl der Fälle zugestimmt, obwohl wir Opposition sind, obwohl es auf unsere Stimmen nicht ankommt und obwohl wir an der einen oder anderen Vorlage mit Sicherheit auch unsere Kritik hatten. Wir haben sehr wohl differenziert, ob wir Beschaffungsprojekte ablehnen, weil sie uns nicht in die politische Zielsetzung passen, und dann zugestimmt, wenn es genau um das ging, was Sie hier ansprechen, nämlich um den Schutz der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Das im Namen meiner Fraktion klarzustellen, ist mir sehr wichtig.
Herzlichen Dank.
Dann erteile ich als nächstem Redner dem Kollegen Matthias Höhn von der Fraktion Die Linke das Wort.