Frau Präsidentin! Herr Minister, lassen Sie mich bitte bei den Reformpartnerschaften bleiben.
Äthiopien. Wir haben das Problem, dass uns seit Wochen wirklich glaubhafte Berichte erreichen, die von Massenmord reden, die von Massenvergewaltigungen reden, die davon reden, dass wirklich schwerste Menschenrechtsverletzungen in Tigray begangen werden. Drei Viertel der 5,7 Millionen Menschen dort sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, und wir haben noch immer Probleme, dort humanitäre Hilfe zu leisten.
Nun ist es in der Tat, wie Sie gerade sagten, ein Reformpartnerland. Da stellt sich mir die Frage, ob es ausreichend ist, wenn man nur diese 100 Millionen Euro, die man im letzten Jahr im Reformpartnerlandbudget, sage ich jetzt mal, zurückgehalten hat, auch weiter zurückhält. Was muss eigentlich passieren, um diese Gräueltaten zu vermeiden und den Partner noch mal ganz vehement zur Räson und an den gemeinsamen Tisch zu bringen? Wäre es nicht sinnvoll, die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit bis dahin erst mal einzustellen?