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223. Sitzung
Mittwoch, 21. April 202119. Wahlperiode, 223. SitzungBundesweiten Mietendeckel einführen
12 VermerkeReaktionswert: hoch316 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das war ja eine interessante Debatte. Ich habe von den Kollegen der AfD, Union und FDP 20 Minuten lang gehört, wie man Abwehrkämpfe zulasten der Mieterinnen und Mieter führt, aber keinen einzigen Vorschlag dazu, wie wir in Deutschland bezahlbares Wohnen sicherstellen.

Herr Ullrich hat gerade gesagt: Wir haben eine marktwirtschaftliche Antwort auf das Problem bezahlbaren Wohnens. – Eine marktwirtschaftliche Antwort! Wir haben eine soziale und marktwirtschaftliche Antwort. Das ist der Unterschied zu Ihnen.

Beifallbei der SPD
Zurufvon der FDP

Hier geht es nicht um Rechtsbruch, weder um Rechtsbruch bei Demonstrationen zulasten von Polizistinnen und Polizisten noch um Rechtsbruch gegen die Bundesverfassung.

Oder gegenüber Kollegen!

Hier geht es vielmehr darum, dass Menschen am Ende des Monats, in der letzten Woche, nicht genug Geld haben, um noch Dinge bezahlen zu können, weil der Vermieter sie ausnimmt, weil der Vermieter dafür sorgt, dass zu wenig von ihrem Lohn übrigbleibt. Darum geht es hier in Deutschland.

Widerspruchbei der AfD und der FDP

Wir haben die Situation, dass im letzten Jahr die Reallöhne gesunken sind, während die Mieten weiter gestiegen sind. Der Markt wird es alleine nicht regeln.

Das ist Ihre Politik!

Zurufdes Abg. Frank Müller-Rosentritt [FDP]

Wir haben sogar im Ruhrgebiet – das wird Ihnen vielleicht noch mal zu denken geben – in den letzten 18 Monaten die Situation, dass die Mietpreisentwicklung im unteren Preissegment höher liegt als in ganz Deutschland in den letzten fünf Jahren. Im Ruhrgebiet gibt es besonders viele Menschen, die ein geringes Einkommen haben. Für diese Menschen – das sage ich im Namen der SPD-Fraktion – brauchen wir einen bundesweiten Mietpreisdeckel, regional definiert durch die Länder.

Sie erzählen hier seit zwölf Jahren immer dasselbe.

Zurufvon der FDP: Ihr genauso!

Sie erzählen seit zwölf Jahren, dass wir bauen, bauen, bauen müssen.

Zurufvon der FDP: Wahrheit bleibt Wahrheit!
Weiterer Zurufder Abg. Katharina Willkomm [FDP]

Ich kann Ihnen nur sagen: Die Frage wird sein: Wer baut für wen und was?

Beifallbei der SPD und der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN
Zurufvon der FDP: Fragen Sie mal den Bürgermeister in Hamburg!

Das ist die zentrale Frage. Sie wollen, dass diejenigen, die Geld haben, im höherpreisigen Segment Wohnungen bauen.

Wie wäre es denn, wenn mehr Leute viel Geld haben?

Die Erfahrung zeigt, dass die Menschen das nicht bezahlen können. So sieht Ihre Realität aus.

Beifallbei Abgeordneten der SPD und der LINKEN
Abg. Frank Müller-Rosentritt [FDP] meldet sich zu einer Zwischenfrage

– Ich erlaube die Zwischenfrage.

Heiterkeit

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