Grundsätzlich ist es so, dass es für die Umsetzung der Projekte aus dem Hackathon meistens schon ein Umsetzungsteam gibt, das dann Kontakt mit dem Ministerium hat. Der typische Weg beim Digital Service ist so, dass wir dort mehrere Projektteams haben. Die bestehen zum Teil aus den festangestellten Mitarbeitern von Digital Service, aber auch aus sogenannten Fellows, die nur eine vorübergehende Zeit dort arbeiten und sagen: Ich möchte mal für mein Land arbeiten, und ich möchte mal gerne ein Digitalprojekt so umsetzen, wie ich es in der Digitalwirtschaft gelernt habe.
Da ist es so, dass sich die Bundesministerien bewerben. Am Anfang bin ich rumgelaufen und habe Kollegen gesucht, die bereit sind, mal so ein Projekt umzusetzen. Inzwischen ist es andersherum: Die Ministerien bewerben sich beim Digital Service für die Umsetzung, und die entscheiden, welche dieser Projekte im Hinblick auf ihre Arbeitsweise die besten Umsetzungschancen haben. Dann arbeiten sie mit den entsprechenden Häusern zusammen, und es entstehen Dinge wie zum Beispiel eine massive Entbürokratisierung des ganzen Umzugswesens für die Mitarbeiter im Auswärtigen Amt oder eine deutliche Verbesserung der Versteigerungsplattform vom Zoll. Ein Projekt, das mir besonders gut gefallen hat: Der Bund verpflichtet ja jetzt zur E‑Rechnungsstellung; das war sehr kompliziert. Dort haben wir für jeden, der beim Bund eine Rechnung stellt, die Umsetzungsgeschwindigkeit um mehr als den Faktor 10 verbessert.