Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir beraten heute mal wieder mehrere Anträge zur Rente. Warum wird denn ständig an der Rente herumgedoktert? Weil in den letzten Jahrzehnten die falschen Weichen gestellt wurden und deswegen immer mehr Probleme auftreten. Immer mehr Rentner leben in Armut, und immer mehr Berufstätige werden von ihrer Rente nicht leben können. Das liegt schlicht an der Demografie.
Das erste Kind bekommen Mütter in Deutschland durchschnittlich mit 30 Jahren, viele auch erst mit über 40 Jahren, ein Alter, in dem so manche in anderen Ländern schon Großmütter sind. Auf eine Frau kommen im Schnitt nur anderthalb Kinder. Mindestens zwei, eher drei bräuchten wir für eine gesunde Gesellschaftsentwicklung. Die Linken wollen diese demografischen Probleme lösen, indem man jenen Geld wegnimmt, die noch eine halbwegs vernünftige Rente bekommen. Und die Lösung der Grünen lautet: noch mehr Zuwanderung von unqualifizierten jungen Männern. Wir lehnen Ihre Anträge ab; denn sie gehen in die völlig falsche Richtung.
Ihre Lösungsansätze sorgen für soziale Spannungen und noch mehr Kosten im Sozialsystem, Geld, das dann für die Rente fehlt. Stattdessen müssen wir das demografische Problem angehen.
Aktuell will die linke Ideologie jungen Männern und Frauen einreden, dass auf der Straße fürs Klima zu hüpfen wichtiger ist als eine gute Ausbildung. Man redet jungen Frauen ein, ihr ganzes Lebensglück liege in Selbstverwirklichung und Emanzipation. Familie und Kinder, die für viele Grundlage eines glücklichen Lebens sind, werden vom linken Mainstream bekämpft. Stattdessen werden Ökofanatikerinnen zu Helden stilisiert, wenn sie davon sprechen, keine Kinder zu bekommen, um das Klima zu schonen. Jungen Männern rauben die Linken jedes Selbstbewusstsein, indem schon die Einladung einer Frau zum Essen als sexuelle Belästigung stigmatisiert wird.
Der linke Diskurs macht aus jungen Männern und Frauen entsexualisierte, ideologische Soldaten, die sich der links-grünen Umerziehung der Gesellschaft statt ihrer eigenen persönlichen Entfaltung widmen sollen.
Dieser links-grüne Klassenkampf macht Männer und Frauen gleichermaßen unglücklich.
Statt Familien zu gründen und ein erfülltes Familienleben zu haben, sollen sie das Klima retten, gegen Diskriminierung kämpfen, Minderheiten unterstützen und am besten noch ein paar Waisenkinder in Afrika betreuen.
Jungen Menschen wird auf allen Kanälen gesagt, was sie zu tun und zu lassen haben.
Sie versuchen ja, mir jetzt auch wieder zu erzählen, was wir zu tun und zu lassen haben.
Wenn sich hier jemand schämen sollte, dann Sie, dafür dass Sie so massiv in die persönliche Entfaltung dieser ganzen Menschen eingreifen.
Die linke Ideologie redet immer von Toleranz, aber sie selbst toleriert und respektiert die persönlichen Lebenswegentscheidungen von jungen Menschen nicht.
Wir müssen diesen Irrweg so schnell wie möglich beenden und Männer Männer und Frauen Frauen sein lassen. Nur so können wir die Demografie und auch die Rente in Ordnung bringen.
Wir müssen klarmachen, dass es genauso in Ordnung ist, Hausfrau und Mutter zu sein, wie es in Ordnung ist, berufstätig zu sein. Wir müssen dafür sorgen, dass Familien von nur einem Gehalt leben können.
Und wir müssen dafür sorgen, dass junge Menschen so gut ausgebildet werden, dass Unternehmen ihnen langfristige Vollzeitstellen anbieten, damit sie die Sicherheit haben, die sie brauchen, um eine Familie zu gründen.
Anstatt der hier vorliegenden Anträge brauchen wir einen grundlegenden Wechsel in der Bildungs- und Familienpolitik; denn nur so kann die Rente eine Zukunft haben.
Frau Brantner, das Gute ist, dass die Frage zur Sache vom Präsidenten entschieden wird und nicht vom Plenum. – Herzlichen Dank.
Der Kollege Max Straubinger ist der nächste Redner für die CDU/CSU-Fraktion.