Die Östliche Partnerschaft ist eines der wesentlichen Projekte, die wir zusammen mit anderen vorantreiben. Es geht, wenn es um Neubewertungen geht, dort im Wesentlichen um die Frage, wie wir uns gegenüber Belarus verhalten.
Was Russland betrifft, vertritt die Bundesregierung die Auffassung, die eben hier auch bei der Debatte zum 80. Jahrestag des Angriffes auf die Sowjetunion von nahezu allen, wenn ich mich richtig erinnere, vertreten worden ist, dass man das Dialogfenster offen halten muss. Ich hatte diese Woche ein Telefonat mit meinem russischen Amtskollegen, zusammen mit dem französischen Amtskollegen, wobei wir über Fragen der Region, aber auch insbesondere über die Ukraine gesprochen haben.
Insofern glaube ich, dass wir auch für unsere Russland-Strategie keine grundsätzliche Neubewertung brauchen. Wir haben ein Interesse an gutnachbarschaftlichen Beziehungen. Allerdings haben wir im Moment den Eindruck, dass man in Moskau nicht in der Weise bereit zu sein scheint, diesen Dialog mit uns zu führen, wie wir uns das selber wünschen würden.