Frau Strack-Zimmermann, Frau Abgeordnete, ich will zunächst einmal sagen, dass wir uns der Bedeutung der Entscheidung, die wird hier treffen, bewusst sind. Sowohl das Verteidigungsministerium, das Auswärtige Amt als auch das Innenministerium und das BMZ, das ja für viele Mittler verantwortlich ist, sind dazu in einem sehr intensiven Dialog; wir haben auch heute Morgen noch einmal darüber gesprochen. Wir gehen davon aus, dass der Personenkreis, um den es bisher geht, sich auf etwa 2 000 Menschen beläuft. Wir sind dabei auch bereit gewesen, weiter in die Vergangenheit zurückzugehen, teilweise bis in das Jahr 2013.
Wir haben innerhalb des Auswärtigen Amtes das Visaverfahren so gestaltet, dass davon auszugehen ist, dass bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bundeswehr und andere Streitkräfte Afghanistan verlassen haben, alle Anträge abgewickelt sind, das heißt bis zum 4. Juli. Wir sprechen zurzeit noch einmal darüber, ob wir im Übrigen innerhalb dieses Zeitraumes auch Menschen darüber hinaus die Möglichkeit geben, zu uns zu kommen. Das müssen wir jetzt sehr zügig tun, weil der 4. Juli unaufhaltsam näher kommt. Das ist noch nicht komplett entschieden. Ich würde nicht ausschließen, dass es noch einige Personen zusätzlich geben wird, die die Möglichkeit bekommen, eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland zu erhalten.