Lieber Herr Bundestagspräsident! Herr Kollege Heilmann, ich halte heute keine letzte Rede; es wird jetzt nach 19 Jahren meine letzte Zwischenfrage als Entwicklungspolitiker sein.
Sie haben, was die Wirtschaft angeht, zu Recht gesagt, Herr Heilmann: Diejenigen, die sagen, dass das Gesetz quasi den Unternehmen auferlegen würde, Dinge zu tun, die Regierungen machen müssten, sind die Gleichen, die immer verhindern, dass bei EU-Handelsabkommen die Nachhaltigkeitskapitel verbindlich sind. Ich glaube, das festzuhalten, ist eigentlich ganz wichtig.
Ich möchte an der Stelle einfach nur sagen – genauso wie viele hier, die das 19 Jahre lang vor Ort gesehen haben –: Wenn man gesehen hat, dass Kinder in Löcher runtergelassen werden, um Diamanten zu klopfen, wenn man all das Elend gesehen hat, bin ich wirklich glücklich, dass wir heute diesen historischen Schritt machen. Ich danke hier allen. Wir haben jetzt endlich die ODA-Quote von 0,7 Prozent erreicht; wir haben jetzt das Lieferkettengesetz erreicht. Das ist mir das schönste Geburtstagsgeschenk und das schönste Abschiedsgeschenk. Ich wünsche allen Nachfolgerinnen und Nachfolgern, dass das Gesetz mit Leben erfüllt wird und wir wirklich heute den ersten Schritt in eine Welt ohne Ausbeutung und Hunger machen.
In dem Sinne: Vielen Dank für die Zusammenarbeit. Das war mein letzter Satz, mein letztes Wort. Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die freundschaftliche, gute Zusammenarbeit und wünsche dem Parlament eine gute Zukunft.
Danke.