Ich habe die Erwartung, dass die WHO schlagkräftiger ist, dass wir in der Lage sind – so, wie wir es jetzt mit ACT-A und Covax sehr schnell gemacht haben –, internationale Fazilitäten zu haben, die dann auch Medikamente entwickeln und Impfungen machen, und dass wir insgesamt das internationale Gesundheitswesen resilienter machen.
Die WHO braucht sicherlich auch noch mehr Schlagkraft, auf ihre Regionalorganisationen zuzugreifen. Und mit Blick auf die Entwicklungsländer müssen wir vor allen Dingen eine Infrastruktur im Gesundheitswesen schaffen, die schnelles Impfen zum Beispiel dann, wenn die Impfstoffe vorhanden sind, auch ermöglicht, ebenso eine gute Aufklärung und Vorbereitung. Aber insgesamt hat sich in den Zeiten der Pandemie der Multilateralismus eigentlich stärken können, und das ist für mich eine gute Botschaft.
Zweitens will ich noch sagen: Wir haben natürlich bezüglich der Umsetzung der gesamten Agenda 2030 einen schweren Rückschlag erlitten. Das heißt, die ganze nächste und übernächste Legislaturperiode werden alle damit beschäftigt sein, die SDG-Ziele 2030 zu erreichen, und es wird eines Mehr an Entwicklungsanstrengungen bedürfen und nicht eines Weniger.