Man glaubt es nicht, aber als ich Bundeskanzlerin wurde, gab es das iPhone noch nicht. Insofern haben wir schon eine ganze Menge erreicht.
Erstens. Mir liegt im Bereich der Digitalisierung vor allen Dingen eine europaweite digitale Identität am Herzen, die wir in Deutschland jetzt über den Chip im Personalausweis aufbauen und als Wallet im Smartphone abrufbar machen. Ich glaube, dass darüber die Souveränität Europas wirklich erreicht werden könnte.
Das Zweite ist, dass die Kommunen und die Länder mit der gleichen Begeisterung wie ich und weite Teile der Bundesregierung, meiner Fraktion und vieler anderer Fraktionen die mehr als 500 staatlichen Leistungen – Stichwort „Onlinezugangsgesetz“ – digital über die ganze Republik ausrollen. Da fehlt manchmal ein bisschen die Lust am Umstieg aufs Digitale in allen Bereichen der Republik. Ich glaube, die brauchen wir. Wir haben eine ziemlich gute Verwaltung im Analogen gehabt. Das hemmt uns vielleicht manchmal, aufs Digitale umzusteigen.
Ich habe mir gestern gemeinsam mit Ursula von der Leyen beim Gesundheitsamt Köln die Möglichkeiten der Digitalisierung angeschaut und gesehen, wie viel einfacher und wie viel besser das Arbeiten geht, wie viel mehr Informationen ich gewinne. Das brauche ich Ihnen, glaube ich, nicht zu sagen. Alle sollten den Mut haben, diesen Schritt zu gehen.