Verehrte Frau Kollegin Künast, ich hätte natürlich sehr gerne noch auf diese ganzen Einzelheiten eingehen können.
Aber dafür hat mir leider die Zeit nicht zur Verfügung gestanden.
Ich möchte Sie aber daran erinnern, dass Sie selbst damals als Bundesministerin vor 15 Jahren der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat zugestimmt haben.
Ich möchte Sie auch daran erinnern, dass ein wesentlicher Teil in diesem Verfahren, nämlich das Bundesinstitut für Risikobewertung, seinerzeit von Ihnen mit der Maßgabe gegründet wurde, für politische oder wirtschaftliche Einflussnahme eben nicht anfällig zu sein.
Aber es ist auch nicht für Kampagnen von NGOs anfällig. Darüber bin ich recht froh.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ich vertraue unseren deutschen Behörden erheblich mehr als der IARC, insbesondere vor dem Hintergrund, dass bekannt geworden ist, dass der Chefberater der IARC von Kanzleien Beraterverträge und Honorare bekommen hat und damit in einen Interessenkonflikt geraten ist, den er zur der Zeit, als er von Ihnen hier im Hause als Ikone herumgereicht wurde, total verschwiegen hat.
Diese Tatsache ist erst durch das Europäische Parlament aufgedeckt worden.
Herzlichen Dank.