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4. Sitzung
Dienstag, 12. Dezember 201719. Wahlperiode, 4. SitzungGlyphosatausstieg jetzt einleiten
16 VermerkeReaktionswert: sehr hoch320 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Ich möchte gerne weitermachen,

Dann hätten Sie ihn nicht so angreifen sollen!

aber anschließend gerne.

Meine Damen, meine Herren, der Wirkstoff Glyphosat ist zum Feindbild, zum Symbol, zum Kampfbegriff für das Böse geworden. Zeitgeist! Einige Medien haben sich immerhin um Sachlichkeit bemüht. Danke! Auf der anderen Seite verdienen inzwischen professionelle Kampagnenorganisationen leichtes und schnelleres Geld mit der Landwirtschaft, als man in der nachhaltigen Landwirtschaft je verdienen kann. Das sollte uns zu denken geben.

Wen meinen Sie damit?

Wissenschaft zählt nicht. Studien werden grundsätzlich infrage gestellt, wenn einem die Ergebnisse nicht passen.

Das machen Sie doch!

Worauf soll sich der Landwirt oder der Verbraucher noch verlassen können, wenn wissenschaftliche Beratung und Bewertung untergraben werden, wenn gegen wesentliche Grundlagen unserer Demokratie und unseres Gemeinwesens gefährlich Stimmung gemacht wird?

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU

Für uns, die Union, ist und bleibt wissenschaftliche Evidenz Leitprinzip für politische Entscheidungen.

Beifallbei der CDU/CSU und der FDP

Das Leitprinzip der Panikmache, Ihr Leitprinzip,

Leid mit d geschrieben, oder?

hat dazu geführt, dass unser Bundesminister Schmidt und seine Familie inzwischen Morddrohungen erhielten und erhalten. Als Drogenbeauftragte der Bundesregierung kenne ich diese Form der einseitigen Auseinandersetzung nur zu gut. Trotzdem: Christian Schmidt hat Mut bewiesen.

Undemokratisch!

Er hat sich etwas getraut, vor dem sich viele gedrückt haben.

Zurufevon der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Er hat mutig Ja gesagt und endlich ein falsches Spiel beendet. Er hat der EU-Kommission ihre Entscheidung abgenommen.

Sie argumentieren gegen Ihre eigene Kanzlerin!

Er hat mit seinem Ja mehr erreicht als mit einer Enthaltung.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP

Das Einzige, was man ihm vorwerfen kann, ist, dass er gegen die gängige Praxis – ohne weitere Abstimmung mit Bundesministerin Hendricks – „verstoßen“ hat.

Wollen Sie das zum Regierungsprinzip erheben, oder was?

Davon steht zwar nicht einmal etwas in der Geschäftsordnung. Es ist aber gängige Praxis. Das gebe ich gerne zu.

Zurufder Abg. Ulli Nissen [SPD]

Wie schon erwähnt, hat er dafür persönlich einen hohen Preis bezahlt.

Auf der anderen Seite hat er allerdings für weitere Anwendungsbeschränkungen und Auflagen, mehr Transparenz und Übersicht beim Zulassungsverfahren

Gut, dass Ihnen das keiner glaubt!

und die Berücksichtigung der Belange der Artenvielfalt und der Umweltauswirkungen gesorgt sowie die Grundlage für ein Verbot der Privatanwendung geschaffen.

So wollen Sie in Zukunft handeln? Super!

Vor allem aber hat er für mehr Planungssicherheit und Rechtssicherheit für Landwirte gesorgt.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP

Er hat also viel mehr erreicht. Das ist doch eine gute Nachricht.

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