Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen!
Karl der Käfer wurde nicht gefragt, man hat ihn einfach fortgejagt.
Diese Zeilen aus einem Protestlied der 80er-Jahre dürften Ihnen noch im Ohr klingen, liebe Grünen. Die Geschichte des Käfers, der beim Bau einer Autobahn weichen musste, ging damals durchs ganze Land. Käferchen Karl würde sich heute allerdings im Grabe umdrehen, wenn er erleben müsste, wie Sie den Umweltschutz zugunsten einer hanebüchenen Klimapolitik verraten und verkauft haben.
Bestes Beispiel ist die unübersehbare Verspargelung unserer Heimat mit sogenannten Windkraftanlagen. Pro Anlage werden allein für die Fundamente bis zu 180 Tonnen Stahlgeflecht in den Boden gesetzt und mit bis zu 1 300 Kubikmetern Stahlbeton ausgegossen – eine unvorstellbare Menge. Nehmen wir nur einmal einen Mittelwert von 1 000 Kubikmetern pro Windrad an, so haben unsere sogenannten Klimaschützer, also Sie, eine 6 860 Kilometer lange vierspurige Autobahn unter die Erde gelegt.
Käfer Karl würde sich wahrscheinlich übergeben, wenn er wüsste, wie sich seine grünen Freunde gewandelt haben.
Und was würde er wohl zur deutschen Klimapolitik sagen? Deutschland hat seine selbstgesteckten Ziele nicht erreicht. Na und? Deutschland hat gerade mal einen Anteil von 0,09 Prozent am CO 2 in der Atmosphäre. Selbst wenn wir in Deutschland alles abschalten würden, kein CO 2 mehr produzieren würden, nicht mehr heizen würden, keinen Strom mehr verbrauchen würden, uns nicht mehr fortbewegen würden
und, nicht zu vergessen, liebe Grünen, auch das Ausatmen einstellen würden, hätte das überhaupt keinen Einfluss auf das Weltklima.
Im sogenannten Pariser Klimaschutzabkommen haben sich die Staaten der Welt angeblich dazu verpflichtet, die globale Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen. Die Wahrheit ist: Bei diesem Abkommen wurden die Europäer ganz einfach über den Tisch gezogen. Effektiv hat sich nur Europa verpflichtet
– hören Sie doch einfach mal zu! vielleicht lernen Sie noch was –,
CO 2 -Emissionen zu reduzieren. Dem mit 27 Prozent größten CO 2 -Verursacher der Welt, China, erlaubt nämlich dieses sogenannte Pariser Klimaschutzabkommen, bis 2030 seinen CO 2 -Ausstoß unbegrenzt weiter zu erhöhen, und das Gleiche gilt für alle Schwellen- und Entwicklungsländer, und genau das tun die auch.
Weltweit – wir haben es vorher schon gehört – sind 1 600 Kohlekraftwerke im Bau, davon allein 486 in China und 193 in Indien. Völlig egal also, wie viel Deutschland von seinem 2-Prozent-Anteil an den CO 2 -Emissionen einspart – 20 Prozent, 50 Prozent oder gar 100 Prozent –, egal wie viele Kohlekraftwerke wir abschalten –
wir erreichen damit nichts anderes als die Zerstörung von Millionen von Arbeitsplätzen und gefährden die Sicherheit der Menschen in unserem Land.
Wie der grüne baden-württembergische Umweltminister Untersteller zu Recht beklagt, riskieren wir mit der Energiewende flächendeckende Blackouts, bei denen Millionen Menschen tagelang ohne Strom sein werden. Das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag rechnet für diese Fälle mit Tausenden von Toten.
Im Stromnetz muss nämlich immer
– hören Sie einfach mal zu, Mensch!
Sie verstehen überhaupt nichts von Technik – genau so viel Strom vorhanden sein, wie gerade benötigt wird;
sonst bricht nämlich das Stromnetz zusammen. Nur gerade mal 1 Prozent der Windenergie steht zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung. Das heißt, neben jede Windkraftanlage muss man zum Beispiel ein Kohlekraftwerk stellen –
für den Fall, dass zum Beispiel mal wieder der Wind gerade nicht weht.