Die AfD insgesamt hat viel zu viel Redezeit in diesem Haus. Die Zwischenfrage lehne ich ab.
Jetzt komme ich zurück zum Beginn meiner Rede – das ist mir ein besonders großes Anliegen –, nämlich zur integrativen Kraft des Sports. Ich habe über 20 Jahre als Lehrer in einem sozialen Brennpunkt gearbeitet. Nur ein Verein leistete in diesem Stadtteil Jugendarbeit: Das war der Sportverein. Ein solcher Verein braucht unbedingt eine Förderung für die Infrastruktur, wenn die Kommune aufgrund der finanziellen Situation der Überschuldung dazu nicht in der Lage ist. Vereine in solchen Stadtteilen können kaum eigene Mittel akquirieren, weder durch Eigenbeiträge noch durch einen Förderverein. Sie brauchen die Unterstützung der öffentlichen Hand.
Ordentliche Sportanlagen sind gerade in Brennpunkten unerlässlich, geben die Vereine doch Kindern und Jugendlichen Halt und vermitteln wichtige Werte. Dies war mir persönlich vor 50 Jahren eine Stütze und hat mir geholfen und wird auch heute jungen Leuten gleichermaßen eine Stütze sein. Lassen Sie uns gemeinsam ein Sportstättenförderprogramm entwickeln, bei dem Brennpunkte eine wichtige Rolle spielen. Die dort lebenden Menschen, Herr Minister, werden es uns danken.
Noch ein Wort zu den Schwimmbädern. Viele Kommunen können sich heute weder Hallen- noch Freibäder leisten. Gleichzeitig kann nur jeder zweite Grundschulschüler schwimmen. Der Schwimmunterricht fällt leider häufig aus.